Samstag, 27. August 2011

Same procedure as every week

Die Tage nach Kapstadt werden wieder dem Bouldern gewidmet. Das Wetter hat sich gebessert und die Felsen sind wieder trocken.
Die Erkundung der Gebiete geht weiter, ich werde mich die nächsten Tage auch auf das Fotografieren konzentrieren.
Am gestrigen Ruhetag haben wir uns Höhlenmalereien angesehen, wobei sich da die Spannung in Grenzen hält- jedenfalls hat man da nichts verpasst ;)
Ansonsten geht jeder seinem eigenen Rhythmus wie man Boulder- und Ruhetage verbindet nach.
Langsam müssen auch die jungen Wilden Tribut zollen, die ersten Wehwechen der Strapazen der ersten Wochen machen sich bemerkbar und so häufen sich die Ruhetage.
Morgen werden einige von uns, die schon früher abreisen, eine Safari starten.

Gruß
Sandro

Cape Town

Eine kleine Schlechtwetterperiode nutzte ein Teil der großen Gruppe für einen Kapstadtbesuch. Drei Tage lang erkundeten wir die schöne und aufregende Stadt, angefangen mit der Waterfront und einem großen Aquarium, in dem alle Fischarten erkundet werden können.
In Kapstadt bewegt man sich ohnehin aus Sicherheitsgründen in engem Raum, von der Größe der Stadt bekommt man daher nicht viel mit, die meisten der drei Millionen Einwohner leben in Townships- dort sollte sich ein Tourist nicht unbedingt aufhalten.
Somit beschränkt sich das Sehenswerte auf den Tafelberg, das Kap der Guten Hoffnung, die Waterfront und die Longstreet. In der Longstreet beeindrucken vor allem die vielen Bars und die Gebäude im viktorianischen Baustil. Gleich um die Ecke ist auch das älteste Viertel der Stadt mit den vielen bunten Häusern nicht zu übersehen. Jeden Tag um 12 Uhr wird eine Kanone gechossen. Diese diente früher den Seefahrern zur Orientierung, dieser „Brauch“ soll der Älteste der Welt sein.
Highlight des Besuchs sind sicherlich der Tafelberg, von dem man eine wunderbare Sicht auf die Stadt und das Meer hat, sowie das Kap der Guten Hoffnung. Hier fließen der atlantische und indische Ozean zusammen, das Meer ist besonders reich an Fischen. Deswegen sind hier auch viele Haie und Wale anzutreffen.

Sonntag, 21. August 2011

Cape Town

Es sind viele neue Bilder auf dem Fotoalbum hinzugekommen. Die naechsten Tage verbringen wir in Kapstadt, da das Wetter recht schlecht ist und es die meiste Zeit regnet. Das heisst jetzt drei Tage Sightseeing, Shopping, Tafelberg und Whale Watching.




Freitag, 19. August 2011

Die ersten Bilder

Die ersten Bilder von Suedafrika sind online. Einfach rechts auf die Bilder klicken, dann kommt ihr auf die Fotoalben bei Picasa. Leider ist das Internet so lahm, dass ich nicht viele Fotos hochladen kann. Aber mit der Zeit werden schon ein paar zu sehen sein.


Rhythmus im Blut



Letzten Mittwoch durften wir an einer Veranstaltung der besonderen Art teilnehmen- die Schüler einer Grundschule in der Nähe des Campingplatzes luden zu einem Schulfest.
Die Elizabeth Fontein Primary School beherbergt bis zu 250 Schüler in einem Internat, da die Kinder aus der ganzen Region, aus hauptsächlich ärmeren Familien diese Schule besuchen.
Die noch anfänglich diletantisch und eher nett wirkenden Darbietungen der Kinder steigerten sich im Verlauf der Veranstaltung zu mitreissenden Choreografien der Extraklasse.
Zum Ende hin war uns völlig klar, warum die Gruppen nationale Preise in Serie gewinnen. Perfekt einstudierte Choreografien der Gurppen und ein Bewegungsgefühl jedes Einzelnen, wie es vermutlich nur Afrikaner im Blut haben können.
Auf die Frage einer Lehrerin, wie man diese Bewegungen denn erlernen könne, antwortete ein Schüler nur: „Die Bewegungen kann man nicht lernen, man trägt sie im Herzen.“

Einige Kinder dieser Schule kommen nachmittags an die Felsen und schauen den Kletterern zu. Diese haben nun eine Initiative ins Leben gerufen, wie die Kinder auch den Klettersport fuer sich entdecken können. Wir können unser Material der Schule stiften und somit einen wertvollen Beitrag leisten, den Kindern Zugang zu anderen Sportarten zu verschaffen, wie z.B. der Bewegung in der Vertikalen an den Felsblöcken in ihrer Umgebung. So müssen sie nicht nur Rugby auf dem Acker spielen, denn einen Sportplatz gibt es nicht.

Von dieser Freude an der natürlichen Bewegung und der generellen Lebensfreude der Kinder sollten wir uns ein Scheibe abschneiden.

Gruesse
Sandro

Rest days are best days



In diesem Spruch steckt so viel Wahrheit.
Jeder Kletterer kennt das Dilemma. Die Motivation zu Klettern ist hoch, aber der Körper schreit förmlich nach einer Pause, nach einem oder zwei wohlverdienten Ruhetage. An den Fingerspitzen schimmert die Haut blutrot durch, die Hände geben selbst an den besten Griffen nach und öffnen sich gegen den eigenen Willen. Und doch wird noch ein Versuch in den Boulder gesetzt, das Ziel ist zum Greifen nah.
Der gescheite Kletterer gibt in diesem Moment seinem Körper die Pause die er verdient, am besten schon kurze Zeit bevor der beschriebene Zustand eintritt.
Selbstredend gehören wir auch dieser Gruppe Kletterer und machen zwei Ruhetage hintereinander. Die jungen Wilden sind unzerstörbar, deswegen reicht für sie ein Tag leicht aus, meine Wenigkeit und die älteren Semester brauchen hingegen zwei boulderfreie Tage. 

Einen Abend verbrachten wir in einem Fischrestaurant –all you can eat- am Meer, bei Lambert’s Bay. Langusten, Thunfisch, Butterfisch, jede Menge Beilagen und suedafrikanische Spezialitaeten wurden aufgetischt.
Das Prinzip mit den Ruhetagen haben wir dabei leider etwas aus den Augen verloren, den unsere Maegen waren mit dem vielen guten Essen wohl etwas ueberfordert. Jedenfalls konnten wir uns am naechsten Tag das Fruehstueck sparen.

Aber nach den beiden wohlverdienten Ruhetagen ging es gleich wieder frisch ans Werk, respektive Fels und Bloecke.
Demnaechst folgt ein umfassendes Update mit den vielen kleinen und grossen Erfolgen am Fels der „Expeditionsteilnehmer“.

Bis demnaechst
Sandro

Donnerstag, 11. August 2011

Erkundungstage


Servus,
mittlerweile haben wir uns ganz gut auf dem Campground eingelebt und erkunden nacheinander die Bouldergebiete und Sektoren der Rocklands. Momentan steht der Pass auf dem Programm, eine riesige Ansammlung von Blöcken und Bouldern.
Da gelang uns allen doch gleich der Megaklassiker „The Rhino“ 7b+, die jungen Wilden konnten ihn selbstverständlich flashen.
Zudem hat Jonas noch seine Bestleistung von fb 8a nach oben geschraubt und mit „Nutsa“ fb 8a+ seine eigene Messlatte höher gelegt.
Der Pass bietet viele wunderbare Motive zum Fotografieren, gerade in den späten Nachmittagsstunden werden die Blöcke in ein intensiv oranges Licht getaucht.
Da für morgen Regen angesagt ist, muss ich meinen mitgenommenen Körper heute wieder einige Blöcke hochzerren ;). Aber dann brauche ich wohl zwei Ruhetage um wieder fit zu werden. Den Jungs ist diese Belastung selbstverständlich nicht anzumerken, die rennen von Block zu Block und stellen neue Begehungsrekorde auf. Bei denen dauert das Auslegen der Bouldermatten vermutlich länger, als die Begehung eines Boulders selbst.
Ist vielleicht gar nicht so schlecht für mich, da muss ich schauen dass ich meine Boulder auch schnell klettere.
Zur Zeit bekommen wir immer Bescuh von einem einäugigen Strauß. Der kommt uns und vor allem unserem Frühstück ganz schön nahe. Vor allem ist es nicht zu empfehlen mit  so einem Viech auf direkte Tuchfühlung zu gehen. Vorerst haben wir ihn erfolgreich verjagt, aber er wird wahrscheinlich wieder kommen.

Bis demnächst
Sandro

Montag, 8. August 2011

Die ersten Tage


Hallo,
nachdem wir in Kapstadt nach langer Flugzeit endlich angekommen sind,mussten wir uns noch in den viel zu engen Nissan Tiida hineinzwängen. Unter freundlicher Mithilfe der beiden Mitarbeiter unseres Mietwagenverleihs konnten wir das Gepäck inklusive deren Besitzer im Auto unterbringen, allerdings mehr schlecht als recht. Um halb drei Uhr nachts noch schnell die Zelte am Campingplatz in der Nähe von Clanwilliam aufgebaut- und dann erstmal schlafen. Die Nacht wurde für südafrikanische Verhältnisse extrem kalt, sicher nahe der Null-Grad-Granze.
Am nächsten Tag durften wir dann gleich nach dem Einkaufen die ersten Boulder erkunden. Nachdem ich ja schon vor einigen Jahren hier sein durfte, wies ich die anderen Jungs in die ersten Bouldern ein. Zum Aufwärmen an die Hidden Bouldern, wo mir gleich ein 7b Bouldern nach ein paar Versuchen gelang. Dann zogen wir weiter Richtung „Black Velvet“, ein imposanter 8a Sprung, immer dicht gefolgt von unseren jungen, einheimischen Zusehern aus dem Dorf. Dieser Boulder verlor ziemlich schnell seinen respekteinflößenden Charakter, denn Nico, Simon und Jonas machten ihn doch ziemlich schnell. Und als ob das nicht genug wäre für den ersten Bouldertag, machten die Jungs gleich noch „Hole in One“ 7c+, „Minki“ 7b und „Who the fuck is Minki?“ 7b+.
Am zweiten Tag erkundeten wir die Boulder auf den Fields of Joy. Hier warteten einige Klassiker auf deren Begehung. Mir gelang „Panic Room“ 7a+ flash, die jungen Wilden legten noch eins drauf und kletterten „Maniac“ 7b, „Berserker“ 7c und andere harte Klassiker.

 Bis dann
Sandro

Freitag, 5. August 2011

Abflug nach Kapstadt

Morgen um 7.00 Uhr morgens startet unser Flieger in München. Sobald wir abends in Kapstadt ankommen, werden wir gleich direkt nach Clanwilliam in die Rocklands fahren. Mit von der Partie sind Nico, Julian, Jonas und ich. Ja und dann wird´s auch gleich am Sonntag mit Bouldern losgehen, die Vorfreude ist riesig.
Bis dann
Sandro